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Der Bund schmeißt 800.000 Lehrer-Dienstlaptops. Worauf achten?

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Der Bund schmeißt 800.000 Lehrer-Dienstlaptops. Worauf achten?

Bund und Kultusminister haben sich, in der letzten Woche, auf den Digitalpakt geeinigt. Dieser beinhaltet grundlegende Veränderungen der Schulen in Deutschland im Umgang mit digitaler Technik. Dies ist auch dem Thema Corona geschuldet. Denn in einem potentiellem Corona Hotspot müssen Schüler, auch bei vorübergehend geschlossenen Schulen, den nahen Kontakt zum Lehrer haben können.

Aller Voraussicht nach, spendieren Bund und Länder Lehrkräften ab sofort “Dienstlaptops”, die bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 600 Euro liegen sollen.

Die Lehrer in Deutschland erhalten nun Laptops, um den zuverlässigen Kontakt zu Schülern herstellen zu können. Für Lehrer bedeutet dies nun, in den nächsten Media Markt zu gehen und sich einen Laptop zu holen.

Eine Kollegin von uns kaufte ein Notebook bei Media Markt

Dies führt uns zu einer kleinen Vorgeschichte. Eine Kollegin wollte, für redaktionelle Artikel, ein neues Notebook kaufen. Wir gaben eine Kaufempfehlung, die unsere Kollegin nun sträflich ignoriert hat. Jaja, wenn Journalisten Laptops kaufen…

Unsere Kollegin hatte von den Media Markt Kollegen für 479 Euro folgenden Rechner erhalten

  • Acer Aspire
  • Celeron Prozessor 2×1,8 Ghz
  • Dual Core
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Intel HD Graphics 500
  • 256 GB SSD Festplatte
  • Kensington Schloss
  • Windows 10
  • Norton 360 Standard 1 Jahr bezahltes Abo
  • Office 365 inklusive

Sprich, ihr wurde ein Kensington Schloss verkauft, dass sie bis heute nicht nutzt und 2 Microsoft und 1 Norton Software Produkt. Und, sorry Media Markt, dass wir nun so hart werden, aber der Rest ist Müll.

Mal angefangen bei den 4 GB Ram-Speicher Platinen. Es ist ein Aufwand, in einem Acer Aspire die Ram Speicher auszutauschen. Bei mittelalten HP Rechnern, (nein, nicht der da oben) reicht ein Schräubchen. Beim Aspire muss man die Tastatur hochziehen, um darunter den Ram-Speicher auszutauschen (Ja, haben wir getan).

Die Intel HD Graphics 500 kann man allerdings nicht austauschen. Diese ist in neueren Rechnern meist nur als Grafikkarte fürs Display, während daneben noch eine zweite für die Perfomance arbeitet. Nicht jedoch im Media Markt Rechner für 479 Euro. Dieses Notebook wurde allein mit einer Intel HD Graphics 500 für Display und Performance verkauft. Spiele bis 2016 können damit auf geringer Leistung arbeiten (Wehe, einer sagt mir nochmal, dass die Kundin mit dem Rechner nur arbeiten wollte. Wer 479 Euro ausgibt, hat ein Anrecht auf ein halbwegs modernes Benchmark.)

Zuletzt kommen wir zu Intel Celeron Dual Core. Genauer gesagt einem Intel Celeron Processor 3867U. Sagt mal, war das ne Wette nach dem Motto: “Ich wette, dass ich diesen Scheiß heute noch loswerde. Wer steigt mit ein?”???

https://www.notebookcheck.net/Intel-Celeron-3867U-Processor-Benchmarks-and-Specs.456922.0.html

Ich zitiere mal aus dem Testlink “Only a few games of 2015 can be played smoothly in lowest settings.” Leute, einen Prozessor kann man aus einem Notebook nicht mehr, oder nur sehr schwer, tauschen. Das ist das erste, womit man lebt, nachdem man es gekauft hat.

Worauf nun achten?

2 Kategorien sind wichtig beim Notebook-Kauf.

1. Kategorie: Betriebssystem und Software

2. Kategorie: Grafikkarte und CPU

Das Notebook sollte man zunächst einmal nur aus der 2. Kategorie kaufen. Wer zu Media Markt hingeht bereut es, wenn er dem Verkäufer sagt: “Hach, ich will nur schreiben und gelegentlich Pong. Was bekomme ich für 600 Euro?” (Die haben Rechner für Idioten mit Geld da). Wer zu Media Markt hingeht, sagt “Ich will geile Grafik. Und mit 400 Euro fangen wir mal an.”

Erste Kategorie: Wer das Angebot jetzt durchsieht, der merkt, dass kein Windows 10 dabeigeliefert wird. Windows 10 kann man gratis downloaden. Den Windows 10 Serial bekommt man dann bei Mmoga. Avast Free Antivirus gibt es komplett gratis. Und wir haben jahrelang Office 2000 benutzt. (Der Gratisdownload ist legal). Heute benutzen wir Office 2010 (Wir steigen wohl nie auf Office 365 auf.) Und ja, es macht Arbeit, die Software und das Betriebssystem selber organisieren zu müssen. Dafür wird man dann aber damit belohnt, dass man ein i3 Notebook oder, für etwas mehr, ein Ryzon 5 Notebook hat.

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